Das Larvenkind

Gedicht

Hier noch zwei etwas ältere Gedichte, inspiriert von meinem kreativen Opa und meiner verrückten Cousine.

Der Augeblick

Nachts, stolpernd auf der Suche nach dem Kühlschrank, siehst du es leuchten.
Das Larvenkind schwebt in deinen Augenblick.
Schwebt und blinzelt dir zu. Und du blinzelst zurück.

Du siehst es die Fragefühler schwenken und fragst weshalb.
Es entfaltet nur leise die leichten Flügel seiner Gedanken,
blinzelt und entschwindet in den nächsten Augenblick.

Und du stehst da,
vor dem eisigen Kühlschrank,
und fragst bibbernd
noch immer nach dem
„Weshalb?“.

Das Larvenkind

Nachts, im Traum, kriecht es dir in die Nase.
Liest ein Buch oder zwei,
Schlürft seinen Kaffee.

Und schwenkt es seine Gedankenflügel,
so träumst du
von Regen und Schafsfellen,
in die du deine Hände versenkst.

Putzt es die Fragefühler,
rennst du durch grüne Weiden
und fragst dich nach dem Sinn
einer Wiese ohne Kühe.

Und glaubst du den Sommerwind zu spüren,
so lacht es glockenhell
in deiner Nase.

Dort, im Dunkeln, sitzt es und liest.
Das kleine Larvenkind.

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Ein Gedanke zu “Das Larvenkind

  1. Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten, die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen – Jack Kerouac

    – gut dass du das am Anfang stehen hast :D, sonst müsste ich dir das mit der verrückten Cousine eventuell übel nehmen :D

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