Leere

Gedankencrushs

Der Kopf ist leer, das Zimmer kalt und das Licht trübe.

Sieht aus, als würde sie denken. Aber sie sitzt nur.
Im Schneidersitz in dem braunen Ledersessel, die grünen Augen scheinen eine kleine Fliege zu fixieren. Die nicht existiert. Sie atmet langsam und gleichmäßig. Bewegt sich kaum.

Ihr Haar ist lang und fast so braun wie der Sessel, ihre Klamotten weiß. Vielleicht Leinen, oder einfach Synthetik. Sie selbst wirkt braungebrannt.

Es fehlt der Zigarettenrauch, der dem Zimmer eine Bedeutung geben könnte. Einen Sinn. Oder eine Geschichte. Aber außer dem trüben Licht bewegt sich kaum etwas. Nur ein leicht verdreckter weißer Vorhang tanzt vor dem großen Fenster, das nicht geöffnet ist.

Draußen kahle Bäume zwischen kleinen Häusern in grauer Luft.
Wintermenschen schweben über Straßen und Wege, rauchen, hören Musik. Und sie sieht von alldem nichts. Bemerkt nichts.
Mit ihren zu einem kleinen Oh geöffneten Lippen blickt sie erstaunt ins Nichts.
Bewegt sich nicht. Denkt nicht. Aber ist da.

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