2. Türchen: Ernst des Aperols

Ich habe dich sowieso im Verdacht, dass du mich viel zu ernst nimmst. Nicht nur mich, sondern all das hier. Diese Bar, das lila Licht und die Liebe ganz allgemein.
Du glaubst, alles hätte eine Bedeutung.
Das magst du tun – du kannst so ernst sein wie du willst. Sieh alles als Symbol! Aber glaube ja nicht, dass ich das auch tue, dass wir anderen das auch tun.
Das ist deine Sache. Ganz allein deine Sache, dein Gehirngespinst!
Und jetzt bestell mir noch was Schönes!
Und bevor du jetzt irgendetwas sagst;
Nein, das ist keine Andeutung, kein Anzeichen für meine innersten Gefühle und meine Kindheitstraumata. Ich bestelle Aperol, weil ich orange mag und er passabel schmeckt.
Ich will dir damit nicht zeigen, dass ich eine gebildete Frau aus der oberen Bildungsschicht bin, die nur zu feinen Aperitifs statt zu neonfarbenen Cocktails greift, weil ihr der Rest zu vulgär und populär ist.

Nein, das will ich nicht. Es schmeckt mir.
Also mach nicht so ein ernstes Gesicht. Ich will nur einen schönen Abend.
Und das willst du doch auch.

 

Und hiermit einen wunderschönen 1.Advent! Der Monolog ist inspiriert von einem Gespräch in „Steppenwolf“ von Hermann Hesse.
Der Adventskalender soll auch eine Möglichkeit sein, eure Meinungen einzubringen; Ich muss noch verdammt viel schreiben, auch wenn Einiges schon vorbereitet ist, deshalb; Schreibt mir, was ihr am liebsten lest…zum Beispiel von „Mio und den Glühwürmchen„. Oder soll es eine zweite „Badewolf“ Geschichte werden? Oder die komplette „Molle„-Geschichte? Ich bin bereit für (fast) alles!

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