Blicke über eine Stadt

Gedankencrushs

Reisegedanken für euch;

Auf kaltem Stein, Blicke über eine Stadt, unbekannt und davor ungesehen, der Stein ist kalt, steinkalt, die Stadt hell, obwohl es Nacht ist. Drei Türme aus Lichtern, verschwommen so ohne Brille, wie Kerzenlichter, die zum Mond fliegen, so weit weg und so weit hoch. Kerzenlichttürme.

Und neben Einem Fetzen von Französisch, Worte über blaue Lichter und Bahnhöfe, Französisch mit sarkastischem Grinsen, das noch unbekannt ist und an niemanden erinnert.
Die Stadt leuchtet und scheint zu begrüßen, zu blinzeln und obwohl Städte nicht reden, scheint diese zu sagen „du bist da. endlich. blicke meinen kerzentürmen hinterher und sieh wie ich wegfliege. zähle die tauben und verrückten, tauche ein in den fluss, der fast heißt wie bei dir, wie in deiner heimat, die du gerade so gar nicht vermisst. bin ich nicht schön?“
Die Stadt wurde vermisst ohne bekannt zu sein, aber morgen wird der Abschied sein. Denn Heimat ist woanders. Und dieses Jahr ändert sich so viel, das darf sich nicht auch noch ändern.
So sagt es zumindest der Spatz auf der Steinmauer, während er gegen das blaue Licht der Stadt anblinzelt.
Du, du glaubst das nicht.

 

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk von Sophie Stroux ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

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