Lexikon der Angst I

Gedankencrushs

Vor einem Jahr habe ich ein Lexikon der Angst geschrieben, genauer gesagt meiner eigenen Ängste. Und – merkwürdigerweise – ist dieser Text, Eintrag Nummer 1, nichtmal gruselig.

ANGST 1
Ich fühle mich oft fehl am Ort. Wie eine geblümte alte Stehlampe in einem schicken weißen Betonbau. Das kann passieren, wenn ich einen Laden betrete, den Fuß auf den gedielten Boden setze und dem Angestellten in die Augen gucke, die hinter einer 1000 Euro-Brille verschwinden. Oder auch in einem Geschäft für Skateboards. In mir macht es PLOPP und statt mir steht die rosa Lampe im Eingang.
Das passiert bei Parties, an denen ich zu spät komme, alle schon angetrunken sind und ich zu wenig Leute kenne. Oder diese nicht finden kann. Dann bleibe ich mit dem Fläschchen Bier stehen, das man mir mit einem verwirrten Lächeln (haben wir dich wirklich eingeladen?), in die Hand gedrückt hat. In der Mitte des Raums, um mich redende Leute wie ein großer Fischschwarm und es macht laut PLOPP und ich werde zu Blümchenmustern und schweige wie es alte Möbel tun.
Ich werde zur Lampe, wenn ich die Sprache nicht verstehe, mit der ich angesprochen werde. Wenn ich ganz generell jemanden nicht verstehe, wenn mich jemand aus dem Gespräch ausschließt, wenn ich als erste mit dem Essen fertig bin, wenn ich Insiderwitze nicht verstehe, wenn ich merke, dass man indirekt über mich redet. Plopp. Da bin ich, die rosa Lampe.

Treffen junger Autoren II

Meldung

Falls jemand noch mehr vom Treffen junger Autoren erfahren will oder nicht weiß, was das überhaupt ist – ein paar kreative Köpfe haben frisch, frech und völlig absurd über das Wochenende berichtet auf dem offiziellen Blog der Berliner Festspiele.

Treffen junger Autoren

Meldung

Ich war die letzten Tage auf dem renommierten Treffen junger Autoren eingeladen und habe dort so interessante junge Autoren kennengelernt, dass wir gleich mal ein neues lyrisches Projekt gestartet haben – als [asphaltpoeten.]
Wer junge Autoren unterstützen will, indem er ihre Stadtpoesie liest, kann sich gerne auf [asphaltpoet.] umschauen.

Neues von mir kommt bestimmt auch bald wieder – es ist nur schwer hier zu posten, wenn ich es danach bei Wettbewerben einsenden will. Die sind bei sowas immer recht pingelig.