[verschttenes gas:du aest]

verschüttetes glas: du saßest es ab mit frust, ein anonymes kalkühl, sprühst die haltbarkeit von riesen, lungerst nach werten beauty beyond destruction aus totem weh, das müßige ende der palme im rund ein gewühltes gebrechen Noch ein Remix. Diesmal: Möglichst viele Worte durch Gleichklingendes ersetzen. Das Ausgangsgedicht ist von Karin Felner, [verschnittenes gras: du tastest].

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Zahnarm

Maik fühlt sich mehr als Faultier, so zahnarm, wenn er Kartoffelbrei isst. Die Ordnung der Dinge und seines Tellers mit biologischer Langsamkeit zerlegen, während Vater über biologische Semantik monologisiert. Als Lebewesen außerhalb dieses Kartoffelbreiuniversiums ist Mutter schon zu einem Goldfisch geworden, die können ihre Ohren verschließen und den Stoffwechsel in chemischste Reaktionen zerlegen. Vermutlich können …

Spiegel-Neuro//s//en

Ich nehme die Schuld meines Spiegels auf mich, schmal in der Umarmung, während ich mich selbst über mich gleichend projiziere: ersehnter Vertrag und Qual eines Subjekts, das zu Verschmilzen mimt. Ich annuliere die Enden und den Traum von ein bisschen totaler Vereinigung mit nur einem Objekt während du, mittlerweile, mittig gehend, zwischen uns beiden und ohne …

play 00:0001:16

Sie war zum ersten Tag gekommen in den Jahren davor hörtest du oft Licht an den Wurzeln der Äste und das Land verschluckte Wale, deren bekanntes Außen sie fand Ein seltener Aufbau wie das Weiß als Ganzes der dunkel gepunkteten Erde oder sagen wir Samen, größere Musiker entwirrbar das Ölbild der Unendlichkeit oder sagen wir …

Remix zu Christine

Als Bloggerin des Treffen junger Autoren 2017 (kurz TjA), saß ich gestern im Lyrikworkshop "Stimmen die Stimmen". Unsere Aufgabe: schreibt in fremder Stimme, löst euch von dem Ich ab. Das habe ich (sehr) wörtlich genommen und das Gedicht "Christine" von Sibylla Vričić Hausmann versucht, zu verstehen. Sibylla schreibt hier jedoch auch in fremder Stimme, der von …

Tag der Talente 2017

Wie schon vor ein paar Monaten angekündigt, war ich letztes Wochenende zum Tag der Talente des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingeladen. Ich kann eigentlich nicht viel zu dem Wochenende sagen, außer dass es unglaublich und unfassbar interessant war – allein die Vielfalt der verschiedenen Talente, aufgrund derer die 301 Preisträger des letzten Jahres eingeladen …

NETZROMAN – To be Frank

* zur Einführung und dem Kontext runterscrollen. To be Frank Der Montagmorgen danach begann wie so viele Montagmorgende – zu früh und mit dem Geschmack von Pfefferminzzahnpasta, die auf dem Zahnfleisch brannte. Elle war noch übel, ihr Magen erinnerte sich an die Nacht, die sie nur noch die Nacht nannte, denn das Wort Geburtstag klang …

Mirage

Mirage, Mirage, woher nur der Name? Immer eine Erinnerung voraus, mal Mirabellen, mal Vater Morgana Bleibt nur die Frage nach dem Weshalb dieser Name Weshalb Obst im Namen und wieso so pater- idiotisch Illusorisch betrachtet bleibst du doch ein Trug- schluss

Tag der Talente 2017

Wieder eine sehr gute Nachricht – durch die Einladung zum Treffen junger Autoren letzten Jahres bin ich dieses Jahr zum Tag der Talente des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geladen. Im November kann ich euch dann beschreiben, was 300 Schüler und Studenten in Berlin so machen, um ihre Talente zu zeigen, und was genau das …

Lissabon als Hund

Ein dünner Blick aus braunen Augen Zwischen Hahnenschreien und drohenden Gänsen ein Flecken Grün Schnuppern an fremden Kaffeetassen, da ein Spiegelbild in braunen Gewässern dein Blick eins mit dem seichten Kaffee

Perks of Being a Wallflower, Tschick, NICHTS und viele mehr

Am Dienstag war ich auf einer Veranstaltung im Rahmen der kontrovers-Reihe des Gasteigs – Besser als Bestseller? Kultbücher!. Die Frage war: Was ist ein Kultbuch, diskutiert anhand von drei Büchern, nämlich Perks of Being a Wallflower (Das also ist mein Leben) von Stephen Chbosky, Tschick von Wolfgang Herrndorf und NICHTS  – was im Leben wichtig ist von Janne Teller. …

und du mittendrin

Schau doch wie dreckig alles ist. Als wären die Wände Magneten und du unmagnetisch zwischendrin zwischen zwei Wänden so sauber man könnte auch sagen deplaziert Aber das hieße ja dass du überhaupt einen Platz hast oder hattest Und da bist du dir nicht so sicher Die Wände sie stoßen dich ab  

Abend im Künstlerhaus

Im Sommer stehe ich auf der Bühne des Künsterhauses und rede mit Bachmann-Preisträger Thomas Lang über seinen Netzroman. Thomas versucht bei diesem Projekt, den Schreibprozess zu digitalisieren und demokratisieren – zumindest in Teilen. Das heißt: er lädt die Leser seines Blogs dazu ein, über die Charaktere und Plotideen nachzudenken und per Kommentarfunktion mit ihm zu …

Lexikon der Angst I

Vor einem Jahr habe ich ein Lexikon der Angst geschrieben, genauer gesagt meiner eigenen Ängste. Und - merkwürdigerweise - ist dieser Text, Eintrag Nummer 1, nichtmal gruselig. ANGST 1 Ich fühle mich oft fehl am Ort. Wie eine geblümte alte Stehlampe in einem schicken weißen Betonbau. Das kann passieren, wenn ich einen Laden betrete, den …

Treffen junger Autoren

Ich war die letzten Tage auf dem renommierten Treffen junger Autoren eingeladen und habe dort so interessante junge Autoren kennengelernt, dass wir gleich mal ein neues lyrisches Projekt gestartet haben - als [asphaltpoeten.] Wer junge Autoren unterstützen will, indem er ihre Stadtpoesie liest, kann sich gerne auf [asphaltpoet.] umschauen. Neues von mir kommt bestimmt auch …

Nachtwalzer

„Also du, ich muss mal kurz, pass auf meine Eiswürfel auf. Und lass dich nicht wegklauen.“ Sie erhebt sich und ist noch einmal größer, lässt ihre Jacke neben dir liegen. Die blickst dem Zigarettenmädchen hinterher, wie sie im leichten Walzer aus dem Zimmer wankt. Ob sie sich jetzt überhaupt noch an dich erinnert?