Mirage

Mirage, Mirage, woher nur der Name? Immer eine Erinnerung voraus, mal Mirabellen, mal Vater Morgana Bleibt nur die Frage nach dem Weshalb dieser Name Weshalb Obst im Namen und wieso so pater- idiotisch Illusorisch betrachtet bleibst du doch ein Trug- schluss

Lissabon als Hund

Ein dünner Blick aus braunen Augen Zwischen Hahnenschreien und drohenden Gänsen ein Flecken Grün Schnuppern an fremden Kaffeetassen, da ein Spiegelbild in braunen Gewässern dein Blick eins mit dem seichten Kaffee

und du mittendrin

Schau doch wie dreckig alles ist. Als wären die Wände Magneten und du unmagnetisch zwischendrin zwischen zwei Wänden so sauber man könnte auch sagen deplaziert Aber das hieße ja dass du überhaupt einen Platz hast oder hattest Und da bist du dir nicht so sicher Die Wände sie stoßen dich ab  

Selbstgespräch mit Chamäleon

Das hier ist eine lose Fortsetzung zu Schafwolken, das vermutlich in Bälde in einer Zeitschrift zu dem Thema "zusammenleben" erscheinen. Euch aber nun schon vorab;   SELBSTGESPRÄCH MIT CHAMÄLEON Afrika? frage ich und starre (stumm) und du sagst Afrika! und nickst. Ich starre und du nickst (immer noch). Aber was willst du da? sage ich Abenteuer. …

Wahrheit und Dichtung

Wahrheit und Dichtung Dichtende Wahrheit sitzt am Straßenrand und flüstert dir etwas von Weltuntergang. Wahre Dichtung steht in Holzregalen und flüstert von blauen Blumen zu blauen Blumen und zurück. Dieses Gedicht ist ab jetzt auch auf der Startseite meines umgestalteten Blogs zu finden. Guckt euch doch mal philosworte mit neuem Look an!   Dieses Werk …

Trommelwirbel

Im Wald hörte man heute die Spechte Trommelwirbel hacken und die weißen Bäume waren halbgefroren. Ich fragte mich, wie wohl die Schnäbel der Spechte danach aussahen. Die Trommelwirbel schienen dramatisch vor etwas zu warnen und ich schüttelte belächelnd den Kopf. Später sah ich, was mir die Spechte hatten sagen wollen; Die vollschlanke Frau joggte ohne …

sie hat von dir geträumt

Hiermit einen herzlich gemütlichen zweiten Advent. Vermisst außer mir noch jemand den Schnee? sie hat von dir geträumt. im traum standst du in sommerkleidern, ganz weiß, ein taschentuch in der hand, die haare zerfahren, weit entfernt, in einem wasserfall, gischt unter dir, ein grüner ballon zog an dir vorbei. du hast nicht aufgeblickt. sie hat …

Vielleicht

Vielleicht du fehlst, du weißt es, und bleibst trotzdem nur Erinnerungsschnee mein Gedankenlaub ist vielleicht zu groß um zu vergessen ist vielleicht zu weit um zu verdrängen dass wir uns fehlen vielleicht bist du Schnee auch nur zu neu um zu verschwinden oder du bist doch mehr als irgendein Erinnerungsschnee vielleicht bist du so inmitten …

Vermissen

Vermissen wie am Meer sitzen ins Dunkel starren leuchtende Fische sehen und nichts fühlen wie im Zirkus sitzen den Clown betrachten seine Grimasse sehen und nichts fühlen wie im Wald sitzen die Blumen zu zählen schillernde Libellen sehen und nichts fühlen wie einen Gipfel erklimmen dem Wind trotzen das Meer zähmen und nichts fühlen Sich …

Lieblingsorte

Heute eine kleine Schreibübung in Gedichtform; Das ist weiß-blau mit Muscheln auf Augenhöhe und Weiß an den Füßen Das ist gemütlich warm so morgens um 7 statt ekligem Kaffee Das ist wie ein chinesisches Wellnessbad zum träumen von Badewölfen von Glühwürmchen von einem anderen Morgen Das ist mit Kissen und Decke fast wie mein Bett …

SeptemberSpiel

SeptemberSpiel Es war September, fast noch Sommer. Ich spielte Steppenwolf und er den Verständnislosen. Wir trieben zusammen auf dem hohlen Baum im grünen Fluss. Zusammen allein, dachte ich. Er war dann doch zu anders und ich zu steppenwolfig. Vielleicht war es der falsche Sommer, der falsche September. Am Ende war er dann weg und ich …

23.Türchen: Traum

So kurz vor Weihnachten noch ein letztes kurzes Gedicht. Einen wunderschönen 4. Advent, ihr Lieben... wo bleibt bloß der Schnee?   Emmy Hennings (1922) Traum Ich bin so vielfach in den Nächten. Ich steige aus den dunklen Schächten. Wie bunt entfaltet sich mein Anderssein So selbstverloren in dem Grunde, Nachtwache ich, bin Traumesrunde Und Wunder …

18.Türchen: Korruption der Natur

Ann Cotton (2008) Korruption der Natur Kaulquappe, peitsch mich, komm, das kannst du wenn du dich ein bisschen zusammenreißt, kannst du das sehr schön. Es liegt in deiner Natur. Ich liege doch da, weiß, im gefriernahen Alpenwasser, nackt, zitternd, geheime Gänsehaut, komm, mach es einfach, schlag zu. Mir ist egal, ob du später Mönch wirst …

15.Türchen: Die neuen Fernen

  Joachim Ringelnatz (1931) Die neuen Fernen In der Stratosphäre, Links vom Eingang, führt ein Gang (wenn er nicht verschüttet werde) Sieben Kilometer lang bis ins Ungefähre. Dort erkennt man weit und breit Nichts. Denn dort herrscht Dunkelheit. Wenn man da die Augen schließt und sich langsam selbst erschießt, Dann erinnert man sich gern An …

4.Türchen: Abenteuer mt Dichtung

Jürgen Theobaldy (1972/73) Abenteuer mit Dichtung Als ich Goethe ermunterte einzusteigen war er sofort dabei Während wir fuhren wollte er alles ganz genau wissen ich ließ ihn Gas geben und er brüllte: „Ins Freie!“ und trommelte auf das Amaturenbrett Ich drehte das Radio voll auf er langte vorn herum brach den Scheibenwischer ab und dann …

Gedicht für Mio und die Glühwürmchen

Mio, die Glühwürmchen verschwinden. Sie verschwinden, ohne dass man es bemerkt und dann sind sie eines Tages weg, einfach weg. Ein paar wenige schweben noch über dem nassen Sandkasten. Ansonsten ist es trostlos. So ohne dich. Und ich fühle mich einsam und allein. die Schaukel quietscht und irgendwo bellt ein Hund. Ich wüsste gerne, wie …

Heimgewitter

Es gewittert, Dunkle Wolken ziehen durch das Zimmer, Regentropfen weichen den gelben Teppich auf, Der Fußboden wellt sich Und unter dem Bücherregal Schwimmt die Badeente. Als würde das Zimmer weinen; Was hast du bloß getan? Diesmal all by myself. Von keinem Gedichtkalender geklaut. Ehrenwort.

Frühstücksalkoholgedicht

Hier ein Gedicht, das mich heute morgen zum Lachen gebracht hat. Diesmal ausnahmsweise nicht selbst verfasst...   MIT ALKOHOL ALLEINE Ist es noch nicht getan: Mich blicken starr die Steine Und ich die Steine an. Hab ich gelernt zu leben? Ich glaub, ich lern es nie. Die Zeit, die mir gegeben, Steht still. Ich hasse …