Einige Nachrichten an das All – Theatertreffen der Jugend

Seit letztem Donnerstag bin ich beim Theaterreffen der Jugend der Berliner Festspiele als Redakteurin unterwegs und berichte dort quasi als rasende Reporterin.

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fim do mundo

Ein Gedicht von Chamäleanderungen und mir in Portugal entstanden. Auch das ist eine tolle Schreibübung – man kennt immer nur ein Wort des vorherigen Verses und führt das Gedicht weiter.

CHAMÄLEANDERUNGEN

Hier ein Gedicht, das ich gemeinsam mit philosworte geschrieben habe. An das Cadavre-Exquis-Prinzip der Oulipo-Surrealisten angelehnt, kannten wir beim Schreiben unserer Zeilen jeweils nur das letzte Wort der vorangegangenen.

Das kam dabei heraus:

Orangenbaumgedanken zwischen halbtrockenen Badesachen

im Abendwind des Alpha Pendular.

Sternbild aus Schwimmbadfließen und Häusergerippe

versteckt vom Nachtzug auf linha 2

der zwischen Sul & Lisboa Mittler

spielt ||: Topfschlagen mit Eseln und Uferschnecks –

Traumreise.

Wer fährt samstags um acht von Grândola aus.

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the tumbling voice of the city

Unter dir lange Nichts   dann Wind dann Nichts   dann lange Straßen//züge verlieren sich in grau und deinen Augen wird müde Die Stimme der Metropole brummt in deinen Zehen dein Nacken stellt sich im Takt der Ampeln gegen dich auf In der Ferne verweht ein Chamäleon, verschwundene Farbreste hängen noch über den letzten Dächern …

Zahnarm

Maik fühlt sich mehr als Faultier, so zahnarm, wenn er Kartoffelbrei isst. Die Ordnung der Dinge und seines Tellers mit biologischer Langsamkeit zerlegen, während Vater über biologische Semantik monologisiert. Als Lebewesen außerhalb dieses Kartoffelbreiuniversiums ist Mutter schon zu einem Goldfisch geworden, die können ihre Ohren verschließen und den Stoffwechsel in chemischste Reaktionen zerlegen. Vermutlich können …

Spiegel-Neuro//s//en

Ich nehme die Schuld meines Spiegels auf mich, schmal in der Umarmung, während ich mich selbst über mich gleichend projiziere: ersehnter Vertrag und Qual eines Subjekts, das zu Verschmilzen mimt. Ich annuliere die Enden und den Traum von ein bisschen totaler Vereinigung mit nur einem Objekt während du, mittlerweile, mittig gehend, zwischen uns beiden und ohne …

play 00:0001:16

Sie war zum ersten Tag gekommen in den Jahren davor hörtest du oft Licht an den Wurzeln der Äste und das Land verschluckte Wale, deren bekanntes Außen sie fand Ein seltener Aufbau wie das Weiß als Ganzes der dunkel gepunkteten Erde oder sagen wir Samen, größere Musiker entwirrbar das Ölbild der Unendlichkeit oder sagen wir …

Remix zu Christine

Als Bloggerin des Treffen junger Autoren 2017 (kurz TjA), saß ich gestern im Lyrikworkshop "Stimmen die Stimmen". Unsere Aufgabe: schreibt in fremder Stimme, löst euch von dem Ich ab. Das habe ich (sehr) wörtlich genommen und das Gedicht "Christine" von Sibylla Vričić Hausmann versucht, zu verstehen. Sibylla schreibt hier jedoch auch in fremder Stimme, der von …

Tag der Talente 2017

Wie schon vor ein paar Monaten angekündigt, war ich letztes Wochenende zum Tag der Talente des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingeladen. Ich kann eigentlich nicht viel zu dem Wochenende sagen, außer dass es unglaublich und unfassbar interessant war – allein die Vielfalt der verschiedenen Talente, aufgrund derer die 301 Preisträger des letzten Jahres eingeladen …

NETZROMAN – To be Frank

* zur Einführung und dem Kontext runterscrollen. To be Frank Der Montagmorgen danach begann wie so viele Montagmorgende – zu früh und mit dem Geschmack von Pfefferminzzahnpasta, die auf dem Zahnfleisch brannte. Elle war noch übel, ihr Magen erinnerte sich an die Nacht, die sie nur noch die Nacht nannte, denn das Wort Geburtstag klang …

Mirage

Mirage, Mirage, woher nur der Name? Immer eine Erinnerung voraus, mal Mirabellen, mal Vater Morgana Bleibt nur die Frage nach dem Weshalb dieser Name Weshalb Obst im Namen und wieso so pater- idiotisch Illusorisch betrachtet bleibst du doch ein Trug- schluss

Tag der Talente 2017

Wieder eine sehr gute Nachricht – durch die Einladung zum Treffen junger Autoren letzten Jahres bin ich dieses Jahr zum Tag der Talente des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geladen. Im November kann ich euch dann beschreiben, was 300 Schüler und Studenten in Berlin so machen, um ihre Talente zu zeigen, und was genau das …

Lissabon als Hund

Ein dünner Blick aus braunen Augen Zwischen Hahnenschreien und drohenden Gänsen ein Flecken Grün Schnuppern an fremden Kaffeetassen, da ein Spiegelbild in braunen Gewässern dein Blick eins mit dem seichten Kaffee

Perks of Being a Wallflower, Tschick, NICHTS und viele mehr

Am Dienstag war ich auf einer Veranstaltung im Rahmen der kontrovers-Reihe des Gasteigs – Besser als Bestseller? Kultbücher!. Die Frage war: Was ist ein Kultbuch, diskutiert anhand von drei Büchern, nämlich Perks of Being a Wallflower (Das also ist mein Leben) von Stephen Chbosky, Tschick von Wolfgang Herrndorf und NICHTS  – was im Leben wichtig ist von Janne Teller. …

und du mittendrin

Schau doch wie dreckig alles ist. Als wären die Wände Magneten und du unmagnetisch zwischen zwei Wänden so sauber man könnte auch sagen deplaziert Aber das hieße ja dass du überhaupt einen Platz hast oder hattest Und da bist du dir nicht so sicher Die Wände sie stoßen dich ab